Wem gehört meine Domain?
Lesezeit ca. 4 Minuten Lukas Göggel
Ihre Domain gehört der Person oder Firma, die als Inhaber eingetragen ist. Das ist nicht unbedingt derjenige, der sie für Sie eingerichtet hat oder die Rechnung schickt. Im Idealfall stehen Sie oder Ihr Betrieb selbst als Inhaber drin. Ob das so ist, lässt sich mit wenig Aufwand herausfinden.
Was eine Domain überhaupt ist
Die Domain ist die Adresse Ihrer Website, zum Beispiel ihr-betrieb.at. Sie ist so etwas wie die Hausnummer im Internet. Besucher tippen sie ein, und auch Ihre E-Mail-Adressen bauen meist darauf auf.
Eine Domain kauft man nicht für immer. Man registriert sie für einen bestimmten Zeitraum und verlängert sie dann laufend. Solange sie verlängert wird, darf der Inhaber sie nutzen.
Inhaber und Verwalter: zwei verschiedene Rollen
Bei jeder Domain gibt es mehrere Beteiligte. Wichtig sind vor allem zwei:
- Der Inhaber: Er hat die Rechte an der Domain. Er entscheidet, wer sie verwalten darf und ob sie umzieht.
- Der Verwalter: Das ist der Anbieter, über den die Domain registriert ist. Man nennt ihn auch Registrar. Oft kümmert sich zusätzlich eine Agentur oder ein Webdienstleister um die Technik.
Für die Endung .at ist nic.at die zentrale Registrierungsstelle. Sie führt die Datenbank aller .at-Domains. Als Betrieb haben Sie in der Regel aber keinen direkten Vertrag mit nic.at, sondern mit einem Anbieter, der die Registrierung für Sie erledigt. Mehr zur Registrierungsstelle finden Sie unter nic.at.
Problematisch wird es, wenn der Verwalter auch als Inhaber eingetragen ist. Das passiert manchmal aus Bequemlichkeit. Dann sind nicht Sie als Inhaber eingetragen, auch wenn Sie die Kosten tragen.
Warum die Domain auf Ihren Namen laufen soll
Ihre Domain ist über Jahre mit Ihrem Betrieb verbunden. Kunden kennen die Adresse, sie steht auf Visitenkarten, Fahrzeugen und Rechnungen. Deshalb sollten Sie selbst darüber bestimmen können.
Läuft die Domain auf einen anderen Namen, sind Sie bei jeder Änderung auf diese Person oder Firma angewiesen. Das ist unproblematisch, solange die Zusammenarbeit gut läuft. Schwierig wird es, wenn der Dienstleister aufhört, nicht mehr erreichbar ist oder Sie den Anbieter wechseln möchten.
Läuft die Domain dagegen auf Sie, können Sie in solchen Fällen selbst handeln. Das gibt Ihnen Sicherheit und Unabhängigkeit.
Ein guter Zeitpunkt für die Prüfung ist jetzt, solange alles reibungslos läuft. Im Streitfall oder unter Zeitdruck ist es deutlich mühsamer, Unterlagen zusammenzusuchen und Ansprechpartner zu erreichen. Legen Sie sich die Antworten am besten zu Ihren Firmenunterlagen.
So prüfen Sie, wem Ihre Domain gehört
Sie müssen dafür kein Technikwissen haben. Gehen Sie Schritt für Schritt vor:
- Vertrag und Rechnungen ansehen: Steht dort, dass die Domain auf Ihren Namen registriert ist? Manchmal findet sich ein Hinweis bei der Leistungsbeschreibung.
- Beim Anbieter nachfragen: Fragen Sie schriftlich, wer als Inhaber eingetragen ist. Ein seriöser Anbieter kann Ihnen das beantworten.
- Im Kundenbereich nachsehen: Viele Anbieter zeigen die Inhaberdaten in ihrem Online-Kundenkonto an.
Eine öffentliche Abfrage, die sogenannte Whois-Abfrage, hilft heute oft nur bedingt. Aus Datenschutzgründen sind die angezeigten Daten dort eingeschränkt. Verlassen Sie sich deshalb lieber auf eine klare Auskunft Ihres Anbieters.
Was beim Wechsel wichtig ist
Wenn Sie den Anbieter wechseln, zieht die Domain zu einem neuen Verwalter um. Man spricht von einem Transfer. Dafür braucht es in der Regel die Zustimmung des Inhabers. Bei vielen Domains erfolgt sie über einen Auth-Code. Das ist ein Freigabe-Code, den der bisherige Anbieter ausstellt und den Sie beim neuen Anbieter angeben.
Wie der Ablauf im Detail aussieht, hängt von der Domainendung und den beteiligten Anbietern ab. Fragen Sie deshalb vorher bei beiden nach. Achten Sie besonders auf diese Punkte:
- Sind Sie als Inhaber eingetragen? Sonst kann der Transfer stocken.
- Sind Ihre Kontaktdaten beim Anbieter aktuell, damit Bestätigungen Sie erreichen?
- Ist geklärt, wann die Website am neuen Ort online geht?
E-Mail-Adressen hängen an der Domain
Viele denken beim Thema Domain nur an die Website. Dabei laufen auch Ihre E-Mail-Adressen über die Domain. Wer office@ihr-betrieb.at nutzt, ist auf diese Domain angewiesen.
Fällt die Domain weg oder wird sie falsch umgestellt, kommen keine E-Mails mehr an. Das kann Anfragen und Aufträge kosten. Klären Sie bei einem Wechsel deshalb immer auch, wo Ihre Postfächer liegen und wie sie mitübersiedeln. Planen Sie solche Umstellungen nicht in einer arbeitsreichen Zeit.
Weitere Fragen rund um Ihre Website
Die Domain ist nur ein Baustein. Welche Inhalte auf eine kleine Website gehören, lesen Sie im Artikel Was gehört auf eine kleine Firmenwebsite?. Häufige Fragen zu unserem Angebot beantworten wir unter FAQ.
Domain und Hosting bei uns
In allen unseren Betreuungspaketen ist eine .at-Domain samt Hosting und SSL enthalten. SSL ist die Verschlüsselung, die Sie am Schloss in der Adresszeile erkennen. Die Domain läuft dabei auf Ihren Namen, nicht auf unseren. Die Betreuung beginnt bei 100 € netto im Monat, die Mindestlaufzeit beträgt 12 Monate. Was genau dazugehört, sehen Sie unter Domain und Hosting. Wenn Sie wissen möchten, wie es mit Ihrer bestehenden Domain weitergehen kann, melden Sie sich gerne über die Kontaktseite.
Häufige Fragen zum Thema
Was ist der Unterschied zwischen Inhaber und Verwalter einer Domain?
Der Inhaber hat die Rechte an der Domain. Der Verwalter, etwa ein Anbieter oder eine Agentur, kümmert sich nur um die Technik und die Verlängerung.
Kann ich in der öffentlichen Whois-Abfrage sehen, wem meine Domain gehört?
Oft nicht vollständig. Aus Datenschutzgründen werden die Daten von Privatpersonen und vielen Firmen dort nur eingeschränkt angezeigt.
Was ist ein Auth-Code?
Das ist ein Freigabe-Code, mit dem der Inhaber einen Umzug der Domain zu einem anderen Anbieter bestätigt. Er funktioniert ähnlich wie ein Schlüssel, den Sie beim Umzug übergeben.
Verliere ich meine E-Mails, wenn ich den Anbieter wechsle?
Nicht zwingend, aber ein Wechsel muss gut vorbereitet sein. Klären Sie vorher, wo Ihre Postfächer liegen und wie die Nachrichten mitübersiedeln.