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Baukasten oder betreute Website?

Lesezeit ca. 4 Minuten Lukas Göggel

Ob ein Baukasten oder eine betreute Website besser zu Ihnen passt, hängt vor allem von einer Frage ab: Wollen Sie sich selbst um Ihre Website kümmern? Wenn ja und wenn Sie dafür Zeit haben, ist ein Baukasten für viele eine gute Wahl. Wenn Sie das lieber abgeben, ist eine betreute Website meist entspannter. Beides hat seine Berechtigung.

Was ein Baukasten ist

Ein Website-Baukasten ist ein Online-Programm, mit dem Sie Ihre Website selbst zusammenstellen. Sie wählen eine Vorlage, ziehen Bausteine wie Texte, Bilder und Kontaktformulare an die gewünschte Stelle und veröffentlichen das Ergebnis. Programmieren müssen Sie dafür nicht.

Hosting, also der Speicherplatz für Ihre Website im Internet, ist bei Baukästen meist schon dabei. Um technische Updates kümmert sich in der Regel der Anbieter. Für Inhalt, Gestaltung und Pflege sind aber Sie selbst zuständig.

Was eine betreute Website ist

Bei einer betreuten Website übernimmt ein Dienstleister die Einrichtung und danach die laufende Pflege. Sie liefern Informationen, Fotos und Wünsche. Der Dienstleister setzt alles um und kümmert sich um Technik, Sicherungen und Updates. Wenn sich etwas ändert, etwa Ihre Öffnungszeiten, sagen Sie Bescheid, und die Änderung wird eingepflegt.

Sie haben damit eine feste Anlaufstelle für Fragen rund um die Website. Dafür zahlen Sie in der Regel eine Einrichtung und einen monatlichen Betrag.

Wann ein Baukasten gut passt

Ein Baukasten ist eine gute Lösung, wenn einige dieser Punkte auf Sie zutreffen:

  • Sie probieren gerne selbst etwas aus und haben Freude am Gestalten.
  • Sie sind am Computer einigermaßen sicher.
  • Sie haben regelmäßig Zeit, Ihre Website aktuell zu halten.
  • Sie möchten Änderungen sofort selbst machen, ohne jemanden zu fragen.
  • Ihr Budget ist gerade sehr knapp, und Sie investieren lieber eigene Zeit.

Viele kleine Betriebe fahren mit einem Baukasten gut. Wer sich einarbeitet, kann damit eine ordentliche und ansprechende Website erstellen. Ein Vorteil: Sie lernen Ihre Website genau kennen und wissen, wo Sie etwas ändern.

Wann eine betreute Website besser passt

Eine betreute Website ist sinnvoll, wenn Sie sich eher in diesen Punkten wiederfinden:

  • Ihr Arbeitstag ist ohnehin voll, und am Abend wollen Sie nicht noch an der Website basteln.
  • Technik interessiert Sie wenig, und Sie möchten sich nicht einarbeiten.
  • Sie wollen eine Ansprechperson, die sich um Updates, Sicherungen und kleine Änderungen kümmert.
  • Sie möchten, dass jemand mit etwas Abstand auf Ihre Website schaut.

Hier geht es weniger um das Können als um die Frage, wofür Sie Ihre Zeit einsetzen möchten.

Auch eine Mischform ist denkbar. Manche Betriebe lassen sich die Website einrichten und pflegen kleinere Dinge danach selbst. Andere bauen selbst und holen sich nur für einzelne Aufgaben Hilfe. Wichtig ist, dass klar geregelt ist, wer wofür zuständig ist.

Die versteckte Größe: Ihre eigene Zeit

Beim Vergleich schauen viele zuerst auf den Preis. Mindestens genauso wichtig ist die Zeit. Eine Website ist nach dem Start nicht fertig. Öffnungszeiten ändern sich, neue Leistungen kommen dazu, Fotos werden alt. Dazu kommen Pflichtangaben wie das Impressum, die ebenfalls aktuell bleiben müssen.

Überlegen Sie ehrlich, wie viele Stunden Sie im Jahr für Ihre Website aufbringen können und wollen. Wenn Sie diese Zeit gerne investieren, spricht viel für den Baukasten. Wenn jede Stunde am Computer eine Stunde weniger für Ihre Kunden ist, kann sich eine Betreuung rechnen.

Fragen, die Ihnen bei der Entscheidung helfen

Nehmen Sie sich ein paar Minuten und beantworten Sie diese Fragen für sich:

  1. Macht es mir Spaß, Texte und Bilder selbst anzuordnen?
  2. Habe ich in den nächsten Wochen Zeit, mich in ein neues Programm einzuarbeiten?
  3. Wer ändert die Website, wenn ich krank oder im Urlaub bin?
  4. Weiß ich, welche Seiten und Angaben meine Website braucht?
  5. Möchte ich bei Fragen jemanden anrufen können?
  6. Wie wichtig ist mir, dass die Website zu meinem Logo und meinen Farben passt?

Bei Frage 4 hilft Ihnen unser Ratgeber Was gehört auf eine kleine Firmenwebsite? weiter. Wenn Sie die meisten Fragen eher mit „ich mache das gern selbst“ beantworten, ist ein Baukasten wahrscheinlich das Richtige. Wenn Sie öfter an „das soll jemand anderer machen“ denken, passt eine Betreuung vermutlich besser.

Ein Wort zur Domain

Egal, wofür Sie sich entscheiden: Achten Sie darauf, dass Ihre Domain auf Ihren eigenen Namen läuft. Dann bleiben Sie flexibel, falls Sie später wechseln möchten. Worauf es dabei ankommt, erklärt der Artikel Wem gehört meine Domain?.

Unsere Betreuung, falls Sie abgeben möchten

Wenn Sie sich für eine betreute Website entscheiden, können wir das für Sie übernehmen. In der Betreuung sind Hosting, eine .at-Domain auf Ihren Namen, SSL, Sicherungen, Updates und eine Statistik ohne Cookies enthalten, dazu Änderungen je nach Paket. Die Pakete liegen bei 100 €, 150 € und 200 € netto im Monat, bei einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten. Einen Überblick gibt die Seite Website-Betreuung, den Vergleich finden Sie unter Pakete. Und wenn Sie noch unsicher sind, reden wir gerne in Ruhe darüber. Schreiben Sie uns einfach über die Kontaktseite.

Häufige Fragen zum Thema

Ist ein Baukasten schlechter als eine betreute Website?

Nein. Beide Wege können zu einer guten Website führen. Entscheidend ist, wer die Arbeit macht und ob das zu Ihrem Alltag passt.

Kann ich später von einem Baukasten zu einer betreuten Website wechseln?

Ja, ein Umstieg ist grundsätzlich möglich. Ihre Texte und Fotos lassen sich meist weiterverwenden, die Gestaltung wird in der Regel neu aufgebaut.

Wie viel Zeit kostet eine selbst gepflegte Website?

Das hängt stark davon ab, wie oft Sie etwas ändern und wie sicher Sie am Computer sind. Planen Sie neben dem Aufbau auch regelmäßig Zeit für kleine Anpassungen ein.

Lukas Göggel
Geschrieben von Lukas Göggel Goma-it e.U., Bludenz. Lukas setzt bei meine-firmenwebseite.at die Websites um. Über uns

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